(Serie) Mehr als ein Vorbild: „Downton Abbey“

Lange habe ich mir mit diesem Post Zeit gelassen. Nachdem ich vor einigen Wochen die TV-Serie „Downton Abbey“ gesehen hatte, musste ich das erstmal sacken lassen. Habe Trauer und Wut durchlebt, dass die Serie nach sechs Staffeln  beendet ist, Erstaunen und Freude darüber, mit wie viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde.

Selten kommt es vor, dass mich eine Serie komplett im Sturm erobert, mitreißt und nach Mehr schreien lässt – doch Downton hat das mühelos geschafft. Bezaubernde Charaktere, die sich über die sechs Staffeln entwickeln und unterschiedlicher nicht sein könnten, authentische Schauplätze (Highclere Castle, Byfleet Manor House) und eine überragende historische Authentizität sind nur einige der Merkmale, die „Downton“ dauerhaft einen Platz ganz weit oben in der Liste meiner Lieblingsserien sichern. Dazu kommt ein in Hauptrollen (u.a. Lily James, Maggie Smith, Hugh Bonneville, Michelle Dockery ) und Neben-/Gastrollen (Theo James, Paul Giamatti, Shirley MacLaine, Poppy Drayton) talentierter Cast, eine tolle musikalische Untermalung und eine liebevolle Produktion, die dazu führten, dass die Serie mit Preisen überhäuft wurde und sich auch im Guinesss Buch der Rekorde als „bestbewerteste“ Fernsehserie wiederfindet.

„Downton“ hat es selbst geschafft, bei mir die Abneigung gegen die englische Sprache zu durchbrechen – so habe ich die letzte Staffel auf Englisch (mit Untertiteln) geschaut, da ich nicht warten konnte und wollte, bis die synchronisierte Version veröffentlicht wurde. Da die letzte Staffel auch noch nicht von Prime umfasst war, musste ich sie zudem (empfindlich) kostenpflichtig schauen, doch auch das Geld habe ich gern dafür ausgegeben, wenn man die Freude betrachtet, die die Serie in mir hervorgerufen hat. Mittelfristig werden zudem die DVDs bei mir einziehen, damit ich alles erneut durchleben kann – ich vermisse Lady Mary Talbot, Cora und Robert Crawley, Carson und Mrs. Hughues, Lady Rose Aldridge, Daisy, Mrs. Patmore und alle anderen jetzt schon. Zudem ist „Downton Abbey“ nun auch ein Vorbild für mich, was eigene historische Texte angeht. Wenn man bedenkt, dass eines meiner Schubladenprojekte im England Mitte des 19. Jahrhunderts, also nur 50 Jahre vor „Downton“ spielt, gibt es durchaus einiges, was ich von der Serie mitnehmen kann. Inspiration und Faszination – eine perfekte Kombination.

Hat jemand von Euch die Serie auch gesehen? Was haltet Ihr davon?
Erik

Ps: Wenn ich mir den Post hier so durchlese, hat es anscheinend nichts gebracht, einige Wochen zu warten. Meine Hoffnung, mit etwas Abstand objektiver darüber schreiben zu können, hat sich wohl nicht erfüllt – ich bin immer noch genauso begeistert wie am ersten Tag.

 

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