Wenn alte Wellen singen

Mir ist aufgefallen, dass ich Euch noch gar nicht diese wunderschöne Rezi zu der Anthologie: „Wenn alte Wellen singen“ gezeigt habe, in der ich auch vertreten bin. Vielen Dank an Lisa Konkol für die netten Worte zu dem Buch! =)

der quâtspreche

Auf der Leipziger Buchmesse nahm ich an einem Gewinnspiel des Burgenweltverlags teil. Ich machte den ersten Platz und gewann das Buch mit dem Titel „Wenn alte Wellen singen„.  Vom Titel konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, was genau der Inhalt sein sollte, doch gerade jetzt im Sommer ereilt mich doch etwas Sehnsucht nach dem Meer und ich begann einfach zu lesen. Ich öffnete das Buch und fand Kurzgeschichten darin.
Und es begann eine Sommerliebe…

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[Buchgedanken] A. B. Schuetze: „Steine aus Adanwe“

In den letzten Wochen habe ich im Anschluss an eine Buchverlosung das Buch „Steine aus Adanwe“ der Debütautorin A. B. Schuetze gelesen. Das Buch ist am ehesten dem Genre Low-Fantasy (mit leicht-erotischen Einschlägen) zuzuordnen, wurde 2016 im net-Verlag veröffentlicht und unter geschlossenem Pseudonym geschrieben.51h8hsmrisl-_sx314_bo1204203200_

Der Roman beschreibt die Geschichte der Innenarchitektin Corri, die den Auftrag bekommt, ein altes Patrizierhaus einzurichten. Nachdem sie den Auftrag angenommen hat, häufen sich mysteriöse Vorfälle in ihrem Umfeld, die sie gemeinsam mit ihren Freunden erkunden will. Immer wieder stehen dabei auch die geheimnisvollen Besitzer des Hauses im Mittelpunkt, die ein Geheimnis hüten, so alt wie die Welt. Doch plötzlich verschwindet Corri, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Magie und Liebe, Freundschaft und Kameradschaft, Intrigen und Ränke – „Steine aus Adanwe“ entführt den Leser in spannende Welten.

Mit dem Roman schafft die Autorin ein, in Abstrichen, gelungenes Debüt. Der Grundgedanke der Geschichte über das Volk der Salwidizer und ihre Gefährten ist gut ausgearbeitet und hat die Chance, den Leser zu begeistern. Gleichzeitig öffnet er auch (zusammen mit dem offenen Ende) die Möglichkeit, Fortsetzungen und Vorgeschichten zu schreiben und die erschaffene Geschichte weiter auszubauen. Es gelingt der Autorin zudem, eine spannende Handlung aufzubauen und den Spannungsbogen größtenteils über die Geschichte hinweg zu halten.

Kleinere Schwächen sehe ich vorliegend in der Charaktergestaltung. Das Buch hat eine angenehme Länge – es werden jedoch sehr viele Charaktere vorgestellt, die die Handlung vorantreiben. Dadurch ist es naturgemäß schwer, die einzelnen Charaktere konsequent weiterzuentwickeln, so handeln sie aus meiner Sicht teils nicht nachvollziehbar und unlogisch. Dennoch fiebert man mit den einzelnen Protagonisten mit, sodass das nur ein kleiner Schönheitsfehler ist, der gegebenenfalls auch in Nachfolgebänden noch ausgemerzt werden kann.

Positiv möchte ich noch anmerken, dass das Buch, trotz einiger erotischer Szenen, den Schwerpunkt konsequent auf das phantastische Geschehen legt und nicht in die Gefahr gerät, das Genre zu verfehlen/wechseln. Das Cover ist sehr schön gestaltet und edel geprägt, der Satz ist in Ordnung. Was ich vermisse, war die Durchnummerierung der Kapitel, die lediglich mit einer Überschrift versehen waren – aber das ist nur Geschmackssache.

Leider liegt aus meiner Sicht sprachlich einiges im Argen – hier hat vor allem das Lektorat entweder nur oberflächlich gearbeitet oder gegebenenfalls hat auch das Wissen gefehlt. Beispielhaft schwankt das Buch von der Wortwahl her, auch in den einzelnen Charakteren, von unüblich und aus der Zeit gekommenen Worten zu moderner Sprache. Die Gedanken sind nicht immer gleich gekennzeichnet, und es werden exzessiv Auslassungszeichen verwendet. Wortwiederholungen und Fehler sind ebenfalls vorhanden, und die Regel „Show don’t tell“ wurde teils umgesetzt, teils sogar konterkariert indem zuerst die Handlung beschrieben, und dann nochmal identisch gezeigt wurde. Alles in allem leider der Lesefluss darunter schon etwas, sodass das Potential der guten Geschichte leider nicht vollends ausgeschöpft wurde. Ab und an hatte ich zudem das Gefühl, dass die Handlung zu sehr gesprungen ist und der rote Faden für einen kurzen Moment verloren ging.

Mein Fazit? „Steine aus Adanwe“ ist ein solider Debütroman. Die phantastische Handlung vermag es durchaus, den Leser zu fesseln und lässt ihn mit den Protagonisten mitfiebern. Leider wird das Potential der Geschichte aufgrund einiger sprachlicher Mängel nicht vollends ausgeschöpft.

[Buchgedanken] Anthologie: „Flucht in ein sicheres Leben“

Selten fiel mir ein Blogpost so schwer wie dieser. In den letzten Wochen habe ich die Anthologie „Flucht in ein sicheres Leben“, herausgegeben von Torsten Exter und Alfons Th. Seeboth, erschienen 2016 im Wölfchen Verlag, gelesen. Das Buch hat mich schon länger interessiert, ich hatte damals selbst einige Zeit überlegt, mich daran zu beteiligen, mich aber schlussendlich dann für eine andere Ausschreibung im Themenfeld der Flüchtlingsunterstützung entschieden. Das Buch habe ich von der beteiligten Autorin Sarah Ricchizzi bekommen, zudem habe ich im Rahmen der Leipziger Buchmesse damals eine Lesung der Geschichten von ihr und Fabian Dombrowski besucht.

Die Anthologie vereint 22 phantastische Geschichten, die sich alle mit der Thematik Flucht und den damit verbundenen Schicksalen im Rahmen einer High-Fantasy-Geschichte beschäftigen sollen. Von den Einnahmen aus den Buchverkäufen wird zudem ein Euro pro verkauftem Buch an ein Flüchtlingsprojekt gespendet – ein löblicher und unterstützenswerter Ansatz, die Projekte können jede Hilfe gebrauchen, die sie bekommen können.

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(c) Wölfchen Verlag, 2016

 

Sieht man mal davon ab, dass einige der Geschichten meines Erachtens nach nicht der High-Fantasy zuzuordnen sind, ich teils sogar das Obergenre Fantasy verneinen würde, ist dies doch den Autoren und Autorinnen fast durchgehend gut gelungen. Viele Geschichten zeigen gute Ansätze, schildern eindrücklich die Gefahren und Anfeindungen, mit denen Flüchtlinge im tagtäglichen Überlebenskampf konfrontiert werden, ich kann leider nicht auf alle im Einzelnen eingehen. Besonders gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang Anna Eichenbachs: „Der Garten der tanzenden Sterne“. Der Autorin gelingt es mit ihrer Sprache eindrucksvoll, Bilder und Gefühle zu transportieren und den Leser mitten in die Geschichte zu ziehen. Ebenfalls erwähnen möchte ich Sarina Woods Geschichte „Sonnenwende“, die anschaulich das menschenunwürdige Geschäft zeigt, mit dem Schlepper die Notleidenden auspressen und dennoch Hoffnung verbreitet, sowie Sarah Ricchizzis: „Die Geschichte des Luchris Sarberry“. In letzterer ist bemerkenswert, dass diese einen Flüchtlingsgegner in den Mittelpunkt der Geschichte stellt und zeigt, wie dessen pauschalisierendes, vorurteilsbehaftetes Weltbild vor dem Hintergrund der bittereren Realität nicht aufrechterhalten werden kann. Inhaltlich stark fand ich zudem „Raols Reise“, von Lila Lestrange.

Besonders schade – gerade vor dem Hintergrund der größtenteils überzeugenden Geschichten – finde ich, dass das Buch leider über diverse Schwächen verfügt. Über die kleineren Schwächen in der Geschichtenauswahl und -Anordnung könnte man noch hinwegsehen, jedoch ist das Buch erheblich fehlerbehaftet. Schwächen im Lektorat, Korrektorat und katastrophale Satzfehler trüben das Lesevergnügen immens und hätten normalerweise dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte. So etwas ist mir, bei einem Verlagsprodukt, bisher noch nie untergekommen. Fehlende Vitae, Schreibfehler im Inhaltsverzeichnis und Leerseiten sind nur einige der Sachen, die man hier erwähnen könnte.

Was dabei noch schwerer wiegt, ist der Umgang des Verlages mit der komplett berechtigten Kritik und die irrelevanten und teils hanebüchenen Erklärungsversuche, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Nicht verschweigen möchte ich vor dem Hintergrund jedoch, dass zumindest insoweit Einsicht gezeigt wird, dass nach Verlagsangaben die Anregungen in die zweite Auflage des Buches aufgenommen und die Fehler ausgemerzt werden. Das Gesamtbild kann dies jedoch nicht retten.

Mein (trauriges) Fazit? „Flucht in ein sicheres Leben“ ist ein toll angelegtes Projekt mit einer unterstützenswerten Zielrichtung. Das Buch vereint 22 größtenteils gute, teils sogar sehr gute Geschichten, Schwächen in der Umsetzung trüben jedoch den Gesamteindruck und das Lesevergnügen immens. Schade um die tollen Geschichten – das hätte so gut werden können!

[Buchgedanken] Ella Simon: „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“

In der letzten Zeit habe ich im Rahmen einer Leserunde Ella Simons „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ gelesen, erschienen 2016 beim Goldmann Verlag. Das Buch ist am ehesten dem Genre „Contemporary Romance“ zuzuordnen und spielt in Wales. Ella Simon ist das offene Pseudonym der Autorin Sabrina Qunaj, die unter ihrem Klarnamen historische Romane, ebenfalls bei Goldmann, veröffentlicht.5133lv-wvpl-_sx313_bo1204203200_

Der Roman beschreibt die Geschichte von Alis Rivers, die im südwalisischen Tenby für die Seenotrettung in der örtlichen Lifeboat-Station arbeitet. Als sie bei einem Einsatz den sympathischen und gutaussehenden Tierarzt Evan Davies rettet, und kurz darauf ihr langjähriger Freund Matthew ihr einen Heiratsantrag macht, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Zudem fordert ihre Mutter Alis dazu auf, ihr bei der Verwaltung der familieneigenen Pferdefarm zu helfen – einem Ort, an den Alis nicht gern zurückdenkt. Wird sie sich den Schatten der Vergangenheit stellen? Und für wen wird sie sich entscheiden – den abenteuerlichen Evan oder den beständigen Hubschrauberpiloten Matthew?

„Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein locker-leichter Liebesroman, perfekt auch als Urlaubslektüre geeignet. Obwohl er auch schwierige Themen anspricht, gelingt es doch, die dramatischen und romantischen Elemente gut auszubalancieren und ein durchgängig unterhaltsames Buch zu schaffen. Auch die erotischen Passagen sind gut und dezent eingebaut und nicht zu übermächtig, wenngleich ich dennoch eine Leseempfehlung eher für New-Adult als für Young-Adult-Leser aussprechen würde (was aber ohnehin die geplante Zielgruppe fürs Buch sein müsste).

Die Charaktere sind, auch bei den Nebenfiguren, sehr gut gestaltet. Aufgrund ihrer Stärken und Schwächen kann man sich gut mit ihnen identifizieren und fiebert auch mit ihnen, nicht nur mit Alis, mit. Ein entscheidender Pluspunkt des Romanes ist zudem das Setting. Aufgrund der Detailverliebtheit und aufwendigen Recherche (hier kommt wohl der historische Hintergrund der Autorin zum Tragen), fühlt man sich direkt nach Wales versetzt und die Geschichte bekommt durch die örtliche Verankerung ein ganz anderes Gewicht, wird nicht austauschbar, wie es so oft bei Liebesromanen ist.

Da ich die Autorin bereits von ihren historischen Romanen her kenne, war ich von ihrem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil keinesfalls überrascht. Auch das Lektorat und Korrektorat von Goldmann sowie der Buchsatz haben mich (erneut) überzeugt. Das Cover ist hochwertig mit aufgeprägter Schrift (auch auf dem Buchrücken) und Bildern gestaltet, zudem verfügt es über farbige, ausklappbare Coverinnenseiten.

Beim Ende des Romanes gelingt es der Autorin, alle Handlungsstränge gut zusammenzuführen, gleichwohl lässt sie Raum für weitere Geschichten und Fortsetzungen um Alis Rivers und ihr Leben als Bootsführerin.

Mein Fazit? „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein leichter, zeitgenössicher New-Adult-Liebesroman, der perfekt als Urlaubslektüre geeignet ist. Er überzeugt mit plastischen Charakteren, detailliert recherchierten Fakten und einer tollen Gestaltung. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

 

Kurzes, freudiges Lebenszeichen

In den letzten Tagen ist es mal wieder etwas stiller um mich geworden – das hatte auch seine Gründe🙂. Hinter den Kulissen war einiges an Vorbereitung nötig, um *trommelwirbel* heute einen Arbeitsvertrag für die nächsten 6 Monate zu unterschreiben. Da es direkt nächste Woche los geht mit einer dreiwöchigen Schulung im (hoffentlich) malerischen, beschaulichen und gemütlichen Nürnberg, kann es durchaus sein, dass ich die nächste Zeit auch etwas eingeschränkter erreichbar bin – aber ich bemühe mich, zeitnah auf alles, was kommt, zu reagieren und werde natürlich auch in dieser Zeit weiter schreiben🙂.

Auf eine spannende Zeit!

Erik

2000!

Als ich mir heute morgen den Schlaf aus den Augen rieb, konnte ich nicht glauben, was mir da soeben als Nachricht ins E-Mail-Postfach geflattert war. Schon seit geraumer Zeit nehme ich ja regelmäßig an Ausschreibungen teil, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.

Vor einem knappen Monat habe ich einen Beitrag zu einer, relativ alltäglichen, Anthologieausschreibung eines Verlages geschickt. Die Konditionen üblich: Veröffentlichung in der Anthologie, Autorenrabatt, Freiexemplar – kein Honorar oder sonstige Preise. Bekannt und bewährt, aber nichts außergewöhnliches wie die damalige Ausschreibung des Drachensternverlages, der Honorar, Fixhonorar und Buchverträge dazu gezahlt hat.

Gestern nun lief die Teilnnahmefrist aus – und es gingn rund 2.000 (in Worten: ZWEITAUSEND) Einsendungen beim Verlag ein. Oha. Nicht nur, dass die Zeit bis zur Auswertung nun ewig dauern wird, von einem Moment auf den anderen sind auch die Chancen jedes Teilnehmers pulverisiert worden. Zweitausend Teilnehmer bei einer honorarfreien Anthologieausschreibung eines Kleinverlages – es geschehen noch Wunder😉. Vielleicht als Vergleich, was mir sonst so bei Anthologieausschreibungen unterkommt: 54, 92, 110, 200 – selbst die Drachensternausschreibung lag nur bei etwa 400-500.

Nun gut – dieses Mal waren sowohl lyrische als auch prosaische Beiträge erlaubt – und diese halten sich nach Angaben des ausschreibenden Verlages etwa die Waage. Wenn man dann noch die wenigen eingereichten Grafiken/Illustrationen abzieht, bietet sich folgendes Bild. Rund 800-900 lyrische Beiträge sind viel, aber nicht außergewöhnlich – hier habe ich durchaus schon 500, 600, 700 Einsendungen erlebt. Aber die 800-900 Kurzgeschichtenbeiträge suchen bei einer honorarfreien Anthologieausschreibung wohl ihresgleichen …

So – nachdem ich mir das jetzt von der Seele geschrieben habe (tut mir leid!^^ – aber ich musste heftigst schlucken, als die Chancen einer Kurzgeschichte, die ich ausnahmsweise mal wirklich mochte von einem Moment auf den anderen auf quasi Null sanken), wünsche ich Euch allen einen frohen Wochenstart🙂. Ist Euch schonmal so etwas untergekommen?

Liebe Grüße

Erik =)

[Verlosung] Blitzgewinnspiel zum Tag der Postkarte

Heute ist nicht nur der internationale Tag der Freundschaft, sondern auch der Weltpostkartentag 2016. Warum nicht beides miteinander verbinden, und ein paar freundliche Postkarten versenden?🙂

Wenn Ihr Lust auf eine handgeschriebene Postkarte von mir habt, kommentiert doch bitte diesen Beitrag und schickt mir über das Kontaktformular des Blogs Eure Adresse, und ich werde die Karten am Anfang der nächsten Woche versenden. Alternativ könnt Ihr Euch auch unter dem Facebook-Post eintragen und mir die Adresse dort per Privatnachricht schicken. Teilnahmefrist ist der 01.08.2016 um 00.00 Uhr.

Sofern sich insgesamt mehr als 10 Leute melden, behalte ich mir vor, aus allen Teilnehmern 10 Gewinner zu ziehen, die eine Postkarte erhalten🙂. Natürlich haben weder WordPress noch Facebook etwas mit dem Gewinnspiel zu tun.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Erik